Januar 2026Coaching

Lösen Coaches Probleme – oder schaffen sie welche?

Über die Qualität von Coaching wird häufig diskutiert. Coaches machen oft methodisch fragwürdige Angebote, der Effekt: ernüchternd bis nicht vorhanden. So beschreibt es ein Artikel, der kürzlich im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen ist (hier geht’s zum Text: https://lnkd.in/dYKNTEjH).

Wir denken: Die Kritik ist berechtigt. Sie verweist auf sehr unterschiedliche Qualitätsniveaus, Haltungen und Kontexte im Coaching. Vor allem für Einzelpersonen ist das oft schwer einzuschätzen: Wie fundiert ist die Ausbildung? Wie viel Erfahrung bringt er oder sie mit? Und findet überhaupt eine Evaluation statt?

Der Text kritisiert, dass Probleme individualisiert werden, die eigentlich auf der Organisationsebene ansetzen und nicht beim Verhalten Einzelner. Das sehen wir in vielen Fällen auch so. Denn nicht jedes Thema, das sich bei Einzelnen zeigt, ist auch dort entstanden.

Genau hier setzt CORMENS an. Im Sinne der Metatheorie der Veränderung arbeiten wir sowohl auf der inneren als auch auf der äußeren Bühne. Wir fragen: Wie kann es sein, dass dieses Verhalten, dieser Konflikt oder dieser Druck in genau dieser Organisation so markant auftritt?

Es geht darum zu verstehen, wie Menschen auf bestehende Strukturen reagieren. Und zugleich zu prüfen, welche Strukturen diese Reaktionen überhaupt erst hervorbringen. Entscheidend ist dabei die Balance. Coaches und Beratende sollten nicht vorschnell individualisieren, sondern auch den Kontext mitdenken.

Um dieses Spiel zu beherrschen, braucht es fundiertes Wissen über Organisationen und Psychologie. Alle CORMENS Coaches durchlaufen deshalb eine Ausbildung bei Hephaistos, Weiterbildungszentrum für Coaching und Beratung, München.

Die eigentliche Frage ist aus unserer Sicht nicht, ob Coaching wirkt. Sondern wann – und unter welchen Bedingungen.

Wo erlebst du im Coaching die Grenze zwischen sinnvoller individueller Arbeit und notwendiger struktureller Veränderung?