Wie oft hast du heute schon von Synergien, ganzheitlichen Ideen, Thought Leadership oder Purpose gelesen?
Wir haben aufgehört zu zählen.
In der Kommunikationswissenschaft nennt man das Corporate Bullshit. Viel reden und dabei nichts sagen. In der Süddeutschen Zeitung ist gerade ein spannender Text dazu erschienen: https://lnkd.in/dtCDGUES
Der Psychologe Shane Littrell hat dazu geforscht, wie leere Phrasen und Buzzwords im Arbeitsalltag nicht nur amüsieren, sondern sogar schaden können.
Der Kern: Je unklarer die Sprache, desto größer die Verwirrung. Oder anders gefragt: Was genau ist zum Beispiel eine „360-Grad-Perspektive mit Outside-the-Box-Approach für holistischen Impact“?
Corporate Bullshit tritt dann auf, wenn es um kritisches Feedback geht oder in Meetings, in denen sich Mitarbeitende dazu gedrängt fühlen, etwas zu sagen, nur um etwas gesagt zu haben. Oder dann, wenn Unternehmen ihr Image aufpolieren wollen.
Menschen bringen eine individuelle Anfälligkeit für Corporate Bullshit mit. Littrell hat dafür die „Corporate Bullshit Receptivity Scale“ entwickelt – deren Name schon fast nach dem klingt, was sie misst 😉
Das Ergebnis von Littrells Arbeit zeigt: Wer im Business-Kontext eher geneigt ist, aufgehübschten Quatsch als gehaltvoll zu bewerten, glaubt auch in anderen Bereichen öfter Stumpfsinn.
Wie lauten deine Corporate Bullshit-Klassiker?
Wir fangen an:
Ownership
Alignment
Skalieren