„Du brauchst dringend eine KI-Strategie.“
„Du brauchst dringend eine KI-Strategie.“
Ein Appell, den Führungskräfte und Managements in letzter Zeit vermutlich häufig hören.
Manchmal verbunden mit einer Prise Resignation oder Empörung, dass man doch endlich einen Plan machen müsse, wie, wann, wo und welche (generative) KI in der Organisation eingesetzt werden soll.
CORMENS Beraterin Susann Hönow sieht das kritisch: „Klassisches Strategie-Denken steht für: konkrete Ziele, definierte Maßnahmen, verbindlicher Zeitrahmen,
eindeutige KPIs. Das bietet Sicherheit und Orientierung. Für unser Verständnis von Beratung greift das aber zu kurz. Wir denken: Komplexe Entwicklungen, wie die von generativer KI, lassen sich nicht mit bekannten Größen bearbeiten. Denn dabei wird die unplanbare Zukunft, also die Zeitdimension, außer Acht gelassen.“
Wie verstehen wir bei CORMENS also Strategie?
Sie ist für uns kein einmaliges Ergebnis einer Vorstandssitzung, sondern ein anhaltender Prozess. Ein gemeinsames Beobachten, Bewerten und Entscheiden in einem Umfeld, das sich ständig verändert.
Es geht weniger darum, was in welcher Reihenfolge umgesetzt wird, sondern darum, wie eine Organisation entscheidet, wenn sich die Rahmenbedingungen ständig verändern.
Das bedeutet:
🔹 Entscheidungen müssen immer wieder überprüft werden. Nicht, weil sie falsch waren, sondern weil sich der Einsatz neuer Mittel (wie etwa generative KI) an veränderte Ziele anpassen muss.
🔹 Annahmen über die Zukunft müssen ausgesprochen werden. Mitsamt der Frage: Auf welchen Annahmen der Vergangenheit und Gegenwart beruht sie? Und wie gehen wir damit um, dass die Entwicklung von KI aktuell so dynamisch ist, dass es vielleicht sogar an robusten Annahmen fehlt?
🔹 Es braucht Räume, um Widersprüche auszuhalten. Führungskräfte, Management-Teams und auch Berater:innen müssen keine Sicherheit vortäuschen.
Für Susann ist das ein wichtiger Aspekt in der Beratung: „So werden Zielkonflikte und Unsicherheiten nicht ausgeblendet, sondern Teil des Prozesses. Aus meiner Sicht ist das immens wichtig und auch erleichternd – denn dadurch werden Berater:innen und Management-Teams vom Wahrheitsparadigma befreit. Strategiefähig zu sein bedeutet also nicht, einen perfekten Plan zu haben – sondern ein Verfahren, um unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.“
Die Zukunft erinnert uns immer wieder daran, was wir heute noch nicht wissen. Gibt es in deinem Unternehmen Raum für Unwägbarkeiten? Wie gehst du damit um, wenn Strategien stetig verändert werden?
- Juli 2025
Unsere Red Flag in der Beratung?