Mai 2024Consulting

Führung vs. Manipulation: Wo verläuft die Grenze?

„Manipulation am Arbeitsplatz läuft heute viel subtiler als zum Beispiel in den Achtzigerjahren, als Vorgesetzte ihre Leute noch angeschrien oder mit Telefonen beworfen haben“, sagt der Coach Attila Albert im Artikel von ZEIT ONLINE.

Genauso wie sich hierarchische Strukturen verändern, wandeln sich auch die sozial akzeptierten Umgangsformen, die innerhalb dieser Strukturen stattfinden. Die Grenze zwischen manipulativen und nicht-manipulativen Verhaltensweisen wird dadurch schwammig.

Was genau bedeutet Manipulation? Steckt böser Wille dahinter und hat Manipulation immer normativ negative Folgen? Fördern flache Hierarchien manipulatives Verhalten – Stichwort „familiäres Arbeitsumfeld“? Und: Klappt Führung ohne Manipulation überhaupt?

Hand aufs Herz: Die meisten Menschen verhalten sich manchmal manipulativ, auch unbewusst. Zum Beispiel im Fall von Schmeicheleien oder Lob. Denn daraus folgt ein Machtgefälle: Die lobende Person stellt sich über die andere und beurteilt ihr Handeln. Auch ohne manipulativen Hintergedanken lohnt sich die Frage: Aus welcher Position spreche ich?