Unsere Red Flag in der Beratung?
Beratung kann viel – aber nicht alles.
Vor allem dann nicht, wenn die Bedingungen fehlen, unter denen Beratung überhaupt wirksam werden kann. Ein häufiger Stolperstein: Das Ergebnis steht von Anfang an fest.
Wenn Beratung nicht als gemeinsamer Suchprozess verstanden wird, sondern nur ein einziges Ziel als akzeptables Ergebnis gilt, dann fehlt ihr Fundament. Denn wo es keine Wahlfreiheit gibt, entsteht kein Raum für echte Veränderung – und damit auch kein Beratungsprozess im eigentlichen Sinne.
Vor einiger Zeit wurden wir mit einer Mediation beauftragt. Nach Vorgesprächen wurde klar, dass die Konfliktlinie zu tief war, eine Versöhnung dadurch nicht möglich. Auch wenn das das ursprüngliche Ziel war – eine Mediation hätte nicht das bewirkt, was sich die Kund:innen erhofft hatten.
Das haben wir klar kommuniziert. Unser Job war es in diesem speziellen Fall, Klarheit zu schaffen und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Und auch das muss in einem Beratungsprozess möglich sein. Mit etwas zeitlichem Abstand haben wir dann daran gearbeitet, eine geeignete Form der beruflichen Trennung zu finden.
Wir bei CORMENS halten es für unseriös, wenn nur ein einziges Ergebnis als akzeptabel gilt – unabhängig davon, was im Prozess sichtbar oder möglich wird. Eine klare Red Flag für uns.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Prozess gemeinsam zu gestalten, Interventionen auszuwerten und dann zu entscheiden, wie sinnvolle nächste Schritte aussehen.
Wir denken: Beratung entfaltet sich nicht erst im Ziel, sondern während des Prozesses. Wer das Ergebnis vorweg nimmt, schließt wirksame Beratung aus.
Was sind deine Red Flags in der Beratung? Wie gehst du mit unerwarteten Entwicklungen um?
- Mai 2025
cormens wächst!